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Voces CapituliDer Antwerpener Dom ist immer ein fruchtbarer Boden für musikalisches Talent gewesen. Vor langem gab es Johannes Ockeghem, vor kurzem gibt es Voice Male. Und schon wieder hat der Dom musikalische Früchte gebracht. Den 1. April 2000 gab damaliger Domkapell-meister Kanoniker Jan Schrooten die Fackel weiter an Sebastiaan van Steenberge. Damit verlegte Ehrenkapellmeister Schrooten nur sein Arbeitsfeld. Manche folgten ihm sporadisch oder definitiv. Diese Anhänger freuten sich auf die Musik, die sie zusammen machten und spontan entwickelte sich ein Ensemble, nämlich Voces Capituli. Das Ensemble hat eine wechselnde Besetzung von 6 bis 10 Sänger. Die meisten haben ihre musikalische Erziehung dem Antwerpener Domchor zu verdanken und einige führen diese Karriere noch immer weiter. Trotzdem darf Voces Capituli sich ein “internationales Ensemble” nennen, denn auch ein Mitglied des Sakramentschor von Breda (die Niederlande) hat sich voller Hingabe angeschlossen. Zusammen Musik machen ist unser Leitspruch! Es gibt auch kein fester Dirigent. Je nach der Musikwahl kann jeder Sänger diese Stellung bekleiden. Jährlich werden verschiedene Musikprogramme einstudiert. Schwerpunkt des Repertoire bleibt natürlich die religiöse Musik. Dabei werden vor allem Polyphonie und Gegenwarts-musik hervorgehoben. Hinzu kommt noch profane Musik, die dieses Jahr größtenteils Italien gewidmet ist. Dass beide Programme sich nicht ausschließen, erweist folgendes Beispiel: Die Neapolitaner Madrigale von Giacomo Gorzanis (1525 – 1575) zeigten sich beim Publikum so beliebt, dass die Idee entstand um (nach dem Vorbild der musikalischen Parodiepraxis des 16. Jahrhundert) aus seiner Musik eine “Missa” heraus zu filtern. Das Ergebnis ist die “Missa Napolitana”, ein Arrangement in dem der Text von dem erfrischenden Einfluss einer sonnigen Italienischen “Dolce Vita” beeinflusst wird. Das ergibt einen originellen und festlichen musikalischen Erwerb und unterstreicht zugleich die Kreativität dieses jungen Ensemble. Voces Capituli will sich vornämlich profilieren mit einem “eigensinnigen” Programm und und einer “eigenwilligen” Aufführung der Musik. Sie versuchen immer etwas anders als andere zu bringen. Zur Zeit wird ein besonderes Messprogramm vorbereitet. Die polyphone Missa Regina Caeli von Jacobus de Kerle (1531 – 1591) wird kombiniert mit Kompo-sitionsaufträgen für junge Komponisten wie Bruno Vlahek, Ethan Nash, Costas Dafnis, Philip Rice, .... Diese originelle Arbeitsweise und Programmwahl haben dazu geführt, dass dieses junge Ensemble neben “lokalen” Messen und Konzerten jetzt schon internationale Engagements hat mit u.a. Auftritten in der Bredaer Sakramentskirche, im Haarlemer Dom (die Niederlande), im Münster Dom (Deutschland) und in den Pariser Kirchen St. Clothilde, St. Sulpice, St. Séverin und St. Eustache (Frankreich). In 2009 werden Reisen nach Deutschland (Concert in Düsseldorf) und Schweden und Denemarken (mit Auftritte in u.a Stockholm und Kopenhagen) in das Programm aufgenommen. |



